Alcon Produktubersicht 2011-2012

0
Rate this post

Ihr legendärer Optimismus weicht der Angst: Ein Kardiologe diagnostizierte bei ihr eine Entzündung des Herzmuskels und sie befürchtet, dass sich ihre Lunge und ihr Herz nie vollständig erholen werden. Er hat Angst, dass er nie wieder laufen kann und den Rest seines Lebens verbringen muss, ohne in der Lage zu sein, sich wirklich körperlich zu betätigen.

Informationsmangel

InformationsmangelZunächst sucht die ehemalige Journalistin nach Informationen, um ihre Situation einzuschätzen und mit anderen Patienten in Kontakt zu treten.

Aber er findet fast nichts. So gründet sie zusammen mit Florence Isler, einer 43-jährigen Familienmutter, die an einer besonders schweren Form von Long Covid leidet, auf Facebook die Selbsthilfegruppe Long Covid Schweiz und lanciert die Website longcovidch.info Externer Link.

  • Damit wollen die beiden Frauen Betroffenen Unterstützung bieten und das Bewusstsein für diese neue Krankheit schärfen.
  • Die wichtigsten Anfragen, die sie erhalten, sind die Anerkennung von Long Covid als Krankheit und die Verbesserung von Diagnose, Behandlung und Prävention.
  • Viele Menschen wünschen sich auch ohne positiven Test konkrete Beratungszeiten und eine langfristige Betreuung.

Die Facebook-Gruppe hat knapp 350 Mitglieder im Alter zwischen 17 und 58 Jahren. Basierend auf britischen Schätzungen, dass sich jeder zehnte Infizierte mehrere Monate nach der Infektion nicht vollständig erholt hat, spekuliert Chantal Britt, dass rund 50’000.

Menschen in der Schweiz seit der ersten Welle an mehr oder weniger schweren Symptomen leiden oder gelitten haben. Dass die Person nur leichte Symptome hatte oder auf der Intensivstation in ein künstliches Koma versetzt wurde, scheint dabei keine Rolle zu spielen.

Chantal Britt, Florence Isler und eine wachsende Zahl anderer

Patienten werfen den Schweizer Gesundheitsbehörden vor, ein Jahr nach Beginn der Pandemie keine Informationen und Versorgung für Long Covid-Patienten bereitgestellt zu haben.

In einem Land, in dem das Gesundheitssystem eines der teuersten der Welt ist. „Auf der Homepage des Bundesamtes für Gesundheit suchen Betroffene nach wie vor vergeblich nach Informationen zu Long Covid“, bedauert der Marathonläufer.

Chantal Britt, Florence Isler und eine wachsende Zahl andererAngesichts dieser Vorwürfe sagte ein Sprecher des Bundesamtes für Gesundheit gegenüber swissinfo.ch, dass Informationen zu den Langzeitfolgen von Covid-19 von der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe des Bundes veröffentlicht worden seien und dass mehrere Studien dazu im Gange seien.

Einschränkungen bei der Krankenversicherung

Statt erkannt und geholfen zu werden, werden Opfer von der Krankenkasse unter Druck gesetzt. „Krankenkassen versuchen bereits, die Spätfolgen von Covid-19 aus dem Zusatzversicherungsschutz auszuschließen“, sagt Chantal Britt.

  • Denn das derzeitige Behandlungsangebot, wie zum Beispiel Physiotherapie, würde nicht auf Langzeitbeschwerden abzielen.
  • Mangelnde Unterstützung, Unsicherheit und Isolation wirken sich negativ auf die ohnehin schlechte psychische Gesundheit von Long-Covid-Patienten aus.

Zu den körperlichen Symptomen wie Müdigkeit, Schmerzen, Atemnot und Stressintoleranz kommen psychische Probleme wie Depressionen, Angstzustände und Schlafstörungen hinzu.

Für einen harten Lockdown

Chantal Britt steht der Schweizer Regierung sehr kritisch gegenüber, weil sie die Bevölkerung nicht einschränken wollte. «In den Umfragen der zweiten Welle hat sich die Mehrheit der Bevölkerung für härtere Massnahmen ausgesprochen.

Für einen harten LockdownWenn der Bundesrat dies nicht berücksichtigt, handelt er nicht demokratisch», sagt er.

In der fünften Coronavirus-Umfrage, die von der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SSR, zu der swissinfo.ch gehört) in Auftrag gegeben und Anfang November veröffentlicht wurde, sprachen sich 54% der Befragten für eine kurzfristige Eindämmung aus.

  • Mit der Wiedereröffnung von Geschäften, Schulen und Skigebieten bringe die Regierung die Bevölkerung in große Gefahr, glaubt Chantal Britt.
  • Infizierte könnten monatelang geschwächt bleiben und bleibende gesundheitliche Schäden erleiden, warnt er.
  • «Das ist einem reichen Land wie der Schweiz nicht würdig.»
  • Bis die langfristigen Auswirkungen von Covid-19 besser bekannt sind, gibt es laut Britt nur eine Lösung: die Fallzahlen reduzieren.

In der Facebook-Gruppe von Long Covid teilen Mitglieder auch gute Nachrichten: Selbst Menschen, die seit dem letzten Frühjahr aufgrund von Muskel- und neurologischen Erkrankungen die meiste Zeit im Liegen oder im Rollstuhl verbracht haben, berichten von langsamen Verbesserungen. Diese Zeugnisse geben Hoffnung, dass diese Selbsthilfegruppe bald nicht mehr benötigt wird.